MdL Christian Lindinger bei Paul Nutzfahrzeuge GmbH
Vilshofen. Der Landtagsabgeordnete Christian Lindinger (Freie Wähler) besuchte die Paul Nutzfahrzeuge GmbH, um sich ein aktuelles Bild von den Entwicklungen und Herausforderungen des Unternehmens zu machen. Bei einem Betriebsrundgang präsentierte Vertriebsleiter Christian Huber dem Abgeordneten das Kerngeschäft der Paul Nutzfahrzeuge GmbH: Fahrgestelle von Nutzfahrzeugen werden je nach Kundenwunsch verlängert oder gekürzt, die Chassisbreite wird reduziert oder erhöht, eine Hinterachslenkung wird z. B. für Feuerwehr-, Rettungs- und Kommunalfahrzeuge eingebaut, Nutzfahrzeuge werden zu Expeditionsmobilen umgebaut, und vieles mehr. Kurz gesagt: Die Paul Nutzfahrzeuge GmbH macht aus Serien-Lkw maßgeschneiderte Spezialfahrzeuge. „Wenn etwas einen Markt hat, aber nicht im regulären Katalog vom Hersteller ist, dann stehen wir für eine Lösung zur Stelle“, so Vertriebsleiter Christian Huber. Weit über 1.000 Fahrzeuge werden so pro Jahr maßgefertigt. „Das ist innovativer Mittelstand, solche Betriebe sichern eine starke wirtschaftliche Entwicklung in Bayern“, zeigt sich MdL Christian Lindinger beeindruckt von der Leistungsschau des Unternehmens.
Die Innovationskraft der Paul Nutzfahrzeuge GmbH zeigt sich auch daran, dass sowohl wasserstoffbetriebene als auch batterieelektrische Nutzfahrzeuge für Kunden hergestellt und gewartet werden. „Wir haben sehr viel in die klimaneutrale Zukunft investiert“, so Geschäftsführer Bernhard Wasner. Leider habe sich gerade im Wasserstoffbereich der Markt kaum großvolumig entwickelt, weshalb man hier hohe Entwicklungskosten abschreiben musste. Christian Huber bemängelt auch einen Staat, der im Wasserstoffbereich Innovationen ausgebremst habe. „Aufgrund der Wasserstofftanks ist das Transportvolumen der H2-Lkws etwas geringer als bei Lkws mit konventionellem Antrieb. Daher haben wir der Politik mehrfach mitgeteilt, dass die H2-Lkws etwas länger sein müssten wie die konventionellen“, so Vertriebsleiter Huber. Das sei von der Politik gehört worden, es folgten aber keine konkreten Schritte, um das Problem auf Regulierungsseite her zu beheben. „Wenn der Staat fordert, dass man CO2-neutral, zum Beispiel mit Wasserstoff, fährt, dann muss sich der Staat auch mit der Technologie auseinandersetzen und die entsprechenden Rahmenbedingungen dafür anpassen“, so Vertriebsleiter Huber. MdL Christian Lindinger stimmte im Gespräch zu: „Ziel ist, dass der Staat den Rahmen vorgibt, und die Unternehmen technologieoffen Lösungen umsetzen“, so MdL Christian Lindinger. Aber: „Hier müsste die Regulierung angepasst werden, um einen fairen Wettbewerb zwischen Wasserstoff-, batterieelektrischen und konventionellen Antrieben zu ermöglichen.“
Weiteres Wachstumspotential sieht man von Seiten der Paul Nutzfahrzeuge GmbH auch in der Sicherheits- und Verteidigungsindustrie (SVI). Sonderanfertigungen und umbauten der Fahrzeugsysteme seien in der Verteidigungsindustrie von hoher Bedeutung. Diesen Markt wolle man in Zukunft verstärkt bespielen.
Bildunterschrift (v.l.): Vertriebsleiter Christian Huber, MdL Christian Lindinger und Geschäftsführer Bernhard Wasner.

