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Zusammenarbeit großgeschrieben

1. Bürgermeister Ernst Geislberger-Schießleder und MdL Christian Lindinger im Austausch

Pocking. Gemeinsam für die Region das Beste erreichen – das wollen Pockings 1. Bürgermeister Ernst Geislberger-Schießleder (CSU) und der Freie Wähler Landtagsabgeordnete Christian Lindinger. Beide trafen sich im Pockinger Rathaus zu einem Gespräch, um aktuelle Themen zu besprechen und sich eine konstruktive Zusammenarbeit zuzusichern. „Auf der kommunalen Ebene sollte die Zusammenarbeit zwischen den Parteien für die gemeinsame Sache besonders großgeschrieben werden“, so 1. Bürgermeister Geislberger-Schießleder. MdL Christian Lindinger betonte, was durch pragmatische Zusammenarbeit für Pocking bereits erreicht wurde: So wurde das Dach der St. Margaretha Kirche in Eggersham mit Hilfe von Mitteln aus den Fraktionsinitiativen der beiden Stimmkreisabgeordneten saniert, des Weiteren habe man nach dem schweren Unfall am Bahnübergang Kühnham zügig die längst notwendige Beschrankung gebaut bekommen.

Von diesen Erfolgen ausgehend lenkte Bürgermeister Geislberger-Schießleder das Gespräch auf die Sorgen und Anliegen, die ihm in den vergangenen Wochen von Bürgerinnen und Bürgern vorgetragen wurden.

Bürgermeister Geislberger-Schießleder berichtete dem Abgeordneten von seinen vielen Gesprächen mit Müttern und Vätern, die er auf einer Tour durch alle fünf städtischen Kindergärten geführt hat. „Viele treibt der Eindruck um, dass die bayerische Staatsregierung an den Familien spart“, so Ernst Geislberger-Schießleder. Dabei sei der Wegfall des Kinderstartgelds in Höhe von 3.000 € ein viel zitiertes Beispiel. MdL Christian Lindinger, selbst Mitglied im Haushaltsausschuss im Bayerischen Landtag, kennt die Lage auch von persönlichen Zuschriften an sein Bürgerbüro nur zu gut. Das Problem: „Es kann nur ausgegeben werden, was vorher von der Wirtschaft verdient wurde“, so Christian Lindinger. Seit mehreren Jahren stehe den Kostensteigerungen aber kaum reales Wirtschaftswachstum entgegen. Das führe dazu, dass der Staat den Gürtel enger schnallen müsse. „Wir haben in diesem Doppelhaushalt an vielen Stellen schmerzhafte Kürzungen vornehmen müssen: Die zeitliche Verschiebung der Übertragung der Tarifergebnisse auf die Gehälter der Beamtinnen und Beamten um 6 Monate, die Umschichtung des Kinderstartgelds, das nicht mehr direkt ausbezahlt, sondern in die Betreuungsinfrastruktur fließen soll, der sozialverträgliche Abbau von 1.000 Stellen in der Verwaltung bis 2028, und weitere Einschnitte erregen verständlicherweise die Gemüter“, so MdL Christian Lindinger. Man sei an die Bayerische Verfassung gebunden. Dort steht in Artikel 82, dass man im Normalfall Netto keine Schulden aufnehmen dürfe. Gerade für Familien habe man versucht, das Maximum an Mitteln herauszuholen: „Der Haushaltstitel für Familie, Arbeit und Soziales wurde von 2025 auf 2026 von 8,61 auf 9,25 Mrd. € deutlich erhöht“, so Christian Lindinger. Richtig sei aber auch, dass manche Einschnitte schmerzhaft waren und bei Betroffenen Unmut erzeugten.

Für Bürgermeister Geislberger-Schießleder und MdL Lindinger stand abschließend fest: Die Sorgen und Erwartungen der Menschen in der Region sollen auch künftig so weit wie möglich Richtschnur politischen Handelns bleiben. Deshalb wollen beide den Austausch mit der Bevölkerung weiter stärken und gemeinsam an praktikablen Lösungen arbeiten.

Bildunterschrift: MdL Christian Lindinger übergab Bürgermeister Ernst Geislberger-Schießleder ein kleines Präsent zu seinem Amtsantritt.

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© Christian Lindinger