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Die Pfarrerin und der Politiker

MdL Christian Lindinger lädt ehemalige Pockinger Gemeindepfarrerin ins Maximilianeum

München/Pocking. Die erst kürzlich in der evangelischen Kirchengemeinde Pocking verabschiedete Pfarrerin Alexandra Popp ist in ihrer neuen Pfarrei in München („Christuskirche“) bereits mitten in Ihrer Arbeit angekommen. Im Rahmen der Aktion „Ein JA(hr) für Demokratie“ der Evangelischen Jugend Bayern (EJB) und des Bundes der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) hat sie junge Menschen und junge Erwachsene ihrer neuen Gemeinde zu einer Führung und einer Diskussion mit MdL Christian Lindinger im Bayerischen Landtag bewegt. Ziel der Veranstaltung war, dass die Jugendlichen ihrer Kirchengemeinde Lust darauf bekommen, selber Verantwortung zu übernehmen, mitzureden und ihre eigene Stimme zu nutzen.

„Es freut mich sehr, dass Sie uns eingeladen haben und uns Ihre politische Arbeit sowie die Hintergründe unserer Demokratie hier im Bayerischen Landtag hautnah vorstellen“, sagte Alexandra Popp. MdL Christian Lindinger zeigte den Besuchern die historischen Säle des 1857 erbauten Maximilianeums. In einer Gemäldegalerie sahen die Jugendlichen Porträts aller Landtagspräsidenten seit 1946. Im Senatssaal erklärte MdL Lindinger die ehemalige Rolle des bayerischen Senats, der bis zum 31. Dezember 1999 die zweite parlamentarische Kammer im Freistaat Bayern war und per Volksbegehren abgeschafft wurde.

Ein Höhepunkt war für die Jugendlichen, selbst im Plenarsaal des Bayerischen Landtags Platz zu nehmen. MdL Lindinger erläuterte dort die Zusammensetzung der fünf Fraktionen und zeigte, wo während einer Sitzung die Landtagspräsidentin, der Ministerpräsident und Minister ihre Stühle haben. Die Jugendlichen bekamen Zeit, am Rednerpult zu posieren und sich selbst als Redner zu versuchen: Eine Schülerin forderte „Dönerpreise auf 3 Euro beschränken!“

MdL Christian Lindinger nahm sich anschließend viel Zeit, mit den Jugendlichen in Diskussion zu treten – und die Münchner Jugendgruppe von Alexandra Popp hatte viele ernsthafte Fragen und Anliegen. Z. B. zur Rolle von Jugendverbänden in der Politik. Diese seien für Politiker laut Lindinger sehr wichtig, weil sie bei Entscheidungen beratend einbezogen würden und damit auch als Interessensvertretungen der Jugend fungieren. MdL Lindinger, selbst Mitglied im Haushaltsausschuss, betonte, man förderte im Jahr 2025 die Jugendverbände in Bayern mit 35,5 Millionen Euro.

Ihre Besorgnis äußerte eine junge Erwachsene über die Entscheidung des Bayerischen Landtags, bei Einstellungen in den öffentlichen Dienst Regelanfragen beim Verfassungsschutz auf Verfassungstreue durchzuführen. Dies schrecke vor einer politischen Betätigung ab. MdL Lindinger betonte, dass nur nachgewiesene Extremisten – ob links oder rechts – tatsächlich Nachteile zu befürchten hätten. Es sei für das Vertrauen der Bürgerinnen und Bürger in den Staat sehr wichtig, dass die Verfassungstreue der Beamtinnen und Beamten sichergestellt ist. Man vertraut z. B. Lehrerinnen und Lehrern Kinder und Jugendliche zur Bildung und Ausbildung an – und da sollte die Vermittlung demokratischer Werte sichergestellt werden, so Lindinger. Entscheidend sei bei der Prüfung der Verfassungstreue aber immer eine Beurteilung im Einzelfall.

Abschließend ermutigte MdL Lindinger die Münchner Jugendgruppe, sich in Verbänden oder Parteien einzubringen und das passive sowie das aktive Wahlrecht wahrzunehmen.

Bildunterschrift: MdL Christian Lindinger (links vorne) begrüßte Pfarrerin Alexandra Popp (rechts vorne) mit ihrer Münchner Jugendgruppe im Bayerischen Landtag

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© Christian Lindinger