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Das Haus am Strom stellt sich vor

Zentrumsleitung wirbt um Unterstützung durch den Freistaat Bayern

Jochenstein. Der Landtagsabgeordnete Christian Lindinger (Freie Wähler) wurde in seiner Funktion als Haushaltspolitiker zu einem Rundgang durch die interaktive Ausstellung „Erlebniswelt Donautal“ im Haus am Strom geladen. Der Zentrumsleiter Dr. Ralf Braun-Reichert unterstrich, es werde für das Haus am Strom in Zeiten knapper Kassen immer schwieriger, dem Umweltbildungsauftrag des Hauses gerecht zu werden. „Die Projektförderung vom Freistaat Bayern ist trotz steigender Kosten und Auflagen seit Jahrzehnten nicht mehr angehoben worden“, so Braun-Reichert. Das daraus entstehende Defizit werde zum Teil vom Landkreis Passau ausgeglichen. MdL Lindinger sagte zu, diese Thematik in München zu thematisieren und sich für eine Erhöhung der Projektförderung einzusetzen. Große Versprechen konnte Lindinger jedoch nicht machen. „Wir erleben derzeit auch von Seiten des Freistaat Bayerns eine angespannte Kassenlage“, so Lindinger. Man wolle im kommenden Doppelhaushalt keine neuen Schulden aufnehmen, weshalb es einen Konsolidierungsbedarf gibt und Spielräume für Mehrausgaben sehr klein seien.

Dass jeder Euro im Haus am Strom aber gut angelegtes Geld ist, davon wurde MdL Lindinger bei einem Rundgang durch die Erlebnisausstellung des Hauses vollends überzeugt. Dort wird die Biodiversität der Region anschaulich vorgestellt, es werden regionale und europäische Schutzgebiete dargestellt, das Thema bezahlbare und saubere Energie sowie die Rolle der Wasserkraft wird spielerisch erläutert, Fischarten der Donau wie Sterlet, Zingel und Grundel werden gezeigt, und vieles mehr. „Wir erreichen mit unserer Ausstellung über 10 000 und unserem umfangreichen Veranstaltungsangebot etwa 7.000 Besucher am Haus am Strom“, berichtet Dr. Braun-Reichert. Ein großer Teil davon seien Kinder und Jugendliche, die in Zusammenarbeit mit Kindergärten und Schulen das Haus mit Leben füllen. Gerade die Veranstaltungsangebote seien aber auch für Erwachsene und für Familien eine gute Möglichkeit, mit der Natur in der Stadt und im Landkreis Passau vertraut zu werden. Das Haus am Strom organisierte im Jahr 2025 über 60 Veranstaltungen. Das beeindruckte auch den Abgeordneten Lindinger: „Es ist toll, eine so gute Umweltbildungsstation mit so engagierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in unserem Landkreis zu haben.“

Bildunterschrift: Zentrumsleiter Dr. Ralf Braun-Reichert (links) zeigte dem MdL Christian Lindinger (rechts) ein Modell eines Hausen – eine Störart, die in der Donau noch bis Mitte des 20. Jhd. heimisch war.

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© Christian Lindinger