Roswitha Toso und Christian Lindinger/FREIE WÄHLER-Fraktion: Wir geben Lehrkräften ein starkes Werkzeug an die Hand!
Tittling/Ruhstorf. Roswitha Toso und Christian Lindinger, beide Abgeordnete der FREIE WÄHLER Landtagsfraktion, begrüßen die am Freitag vom Bayerischen Kultusministerium angekündigte Ausweitung des Startchancen-Programms für mehr Chancengerechtigkeit. Bereits im aktuellen Schuljahr profitieren 100 staatliche Grund- und Mittelschulen von dem bayernweiten Programm. Ab dem kommenden Schuljahr sollen es laut Ministerium alleine im Landkreis Passau 18 Schulen sein – im ganzen Freistaat mit 580 über fünfmal so viele wie bisher.
Christian Lindinger begrüßt die deutliche Erweiterung: „Wir FREIE WÄHLER im Bayerischen Landtag sind überzeugt, dass unsere Lehrerinnen und Lehrer vor Ort am besten wissen, wie wir zu mehr Bildungs- und Chancengerechtigkeit gelangen können. Sie erkennen, wie sich der Zusammenhang zwischen sozialer Herkunft und Bildungserfolg verringern lässt – genau dort müssen wir ansetzen.“
Das Programm stelle den Schulen mit besonderem Unterstützungsbedarf ein langfristig angelegtes Instrument zur Verfügung, um Benachteiligungen abzubauen und Schülerinnen und Schüler individueller zu fördern. „So kann die Schulfamilie vor Ort nachhaltige Strukturen aufbauen, die den jeweiligen Herausforderungen gezielt begegnen, auch als Mitglied der Fraktionsübergreifenden Arbeitsgruppe Inklusion des Bayerischen Landtags freue ich mich sehr über die massiv ausgeweitete Unterstützung der bayerischen Schülerinnen und Schüler“, erklärt Christian Lindinger.
Das Startchancen-Programm basiert auf drei Säulen:
1) Investitionen in eine zeitgemäße und lernförderliche Umgebung – mit durchschnittlich rund 820.000 Euro pro Schule über die Laufzeit des Programms.
2) Ein Chancenbudget für Schul- und Unterrichtsentwicklung – etwa für digitale Tools oder Referentenstellen, jährlich durchschnittlich 80.000 Euro pro Schule.
3) Finanzielle Mittel für zusätzliches Personal zur Stärkung multiprofessioneller Teams – auch hier rund 80.000 Euro jährlich je Schule.
Die Auswahl der teilnehmenden Schulen erfolgte trägerunabhängig auf Basis eines bayerischen Sozialindex, erläutert Roswitha Toso: „Das Kultusministerium unter Ministerin Anna Stolz hat sich diese Entscheidung nicht leicht gemacht. Fünf Indikatoren waren maßgeblich: die Kinderarmutsquote, der Anteil an sozialversicherungspflichtig Beschäftigten oberhalb der Beitragsbemessungsgrenze, der Anteil von Kindern mit nichtdeutscher Familiensprache, der Anteil von Schülern mit Migrationshintergrund sowie die Akademikerquote im Umfeld. Mit dem Ergebnis sind wir als FREIE WÄHLER-Fraktion sehr zufrieden.“
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