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„Gemeinsam leben und lernen in Europa e.V.“ organisiert ehrenamtliches Engagement

MdL Christian Lindinger informiert sich über Integrations- und Inklusionsprojekte in Stadt und Landkreis Passau

Um sich über die Förderung ehrenamtlichen Engagements im Bereich der Integration und Inklusion zu informieren, stattete der Landtagsabgeordnete Christian Lindinger (Freie Wähler) dem Verein „Gemeinsam leben und lernen in Europa e.V.“ einen Besuch ab. Die Geschäftsführerin des Vereins, Frau Perdita Wingerter, berichtete von über 20 Projekten, welche von etwa 100 Ehrenamtlichen begleitet werden. Seit kurzem hat man mit dem Projekt „All inclusive“ einen Podcast gestartet, in dem Menschen mit Behinderungen ihre Erfahrungen, Perspektiven und täglichen Herausforderungen beschreiben. Generell soll der Podcast damit ein Werkzeug für soziale Inklusion sein. Seit dem Jahr 2013 koordiniert man zudem verschiedene Sprachpatenprojekte für Ehrenamtliche, Migranten und Geflüchtete in Stadt und Landkreis Passau. Die Grundidee ist dabei, dass Sprachpaten den Flüchtlingen die Möglichkeit geben, sich zu zahlreichen Themen auszutauschen und so sprachliche Kenntnisse weiterzuentwickeln. Viele Projekte hätten das Ziel, Begegnungen zu schaffen. So hat der Verein auch einen Gemeinschaftsraum in Passau angemietet, in dem Kulturabende, Treffen des „Frauencafes“ oder des „Cafe Deutsch“, gemeinsame Kochabende, Spieleabende und vieles mehr für Einheimische und Migranten, für Menschen mit und ohne Behinderung organisiert werden. Schwerpunkt der Projekte ist oftmals, die soziale und emotionale Integration der Migranten zu erleichtern. So veranstalte man auch Events zu Themen wie Feminismus, Rassismus und Fremdenfeindlichkeit. Ziel sei, insgesamt ein besseres und respektvolles Miteinander zu erreichen.

MdL Christian Lindinger dankte den anwesenden Ehrenamtlichen für deren Beitrag für das gesellschaftliche Miteinander in Stadt und Landkreis Passau. Ohne das ehrenamtliche Engagement würde vieles im Bereich der Integration und Inklusion nicht geleistet werden können. Man gebe von Seiten der Staatsregierung mehrere Milliarden Euro für die Förderung von Integration aus, aber das Ehrenamt bleibe trotzdem von zentraler Bedeutung, so Christian Lindinger. Perdita Wingerter berichtete aus Erfahrung, dass die vielfältigen Förderprogramme der Bayerischen Staatsregierung ihrem Verein sehr helfen. Ohne diese Förderprogramme könnte man vieles nicht leisten. Sehr zu schaffen mache Perdita Wingerter bei Ihrer Arbeit aber die übertriebene Bürokratie hinter den jeweiligen Förderanträgen. Selbst bei kleinen Förderbeträgen müsse man aufwendige Anträge und Verwendungsnachweise ausfüllen und weitere bürokratische Hürden überwinden. Perdita Wingerter schätzt, dass so wohl circa 30 Prozent der Fördersumme allein in die Verwaltung des Projekts statt in die eigentlichen Projekte fließen. „Man wird bei den Förderprojekten sehr stark kontrolliert. Da hat man oft das Gefühl, es würden einem böse Absichten unterstellt“, so Perdita Wingerter. Christian Lindinger zeigte Verständnis für diese Problematik: „Wir brauchen wieder mehr Vertrauen ineinander. Es gibt immer schwarze Schafe, aber man darf nicht die ganze Bürokratie an den schwarzen Schafen ausrichten“, sagte Christian Lindinger. Lindinger versprach, bei Gabi Schmidt, Beauftragte der Bayerischen Staatsregierung für das Ehrenamt, vorstellig zu werden, um über Möglichkeiten des Bürokratieabbaus bei Kleinprojekten zu beraten.

Bildunterschrift: Christian Lindinger (4. v.l.) und Perdita Wingerter (5. v.l.) inmitten der Ehrenamtlichen des Vereins „Gemeinsam leben und lernen in Europa e.V.“

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© Christian Lindinger