MdL Christian Lindinger im Gespräch mit Berufsakademie und Arbeitsagentur
Passau. Der FREIE WÄHLER-Abgeordnete Christian Lindinger suchte das Gespräch mit der Privaten Berufsakademie für Aus- und Weiterbildung Passau (BAP) und der Arbeitsagentur Passau, um über die Rolle der Qualifizierung von Arbeitssuchenden und Beschäftigten zu Pflegefachkräften zu beraten. „Wir stecken mitten in einem demografischen Wandel, daher muss der Staat beständig in die Aus- und Weiterbildung im Pflegebereich investieren“, so Christian Lindinger.
Barbara Brauckmann, Geschäftsführerin der BAP, schilderte die aktuelle Lage für die Berufsfachschule Passau für Pflege und Altenpflegehilfe: „Der Pflegekräftemangel ist da, die Altenpflegeheime und Krankenhäuser suchen händeringend nach Personal, um den aktuellen Bedarf zu decken“, so Barbara Brauckmann. An der BAP werden Auszubildende und Umschüler zu Pflegefachhelfern und Pflegefachkräften qualifiziert. Für Migranten und Geflüchtete bietet man eine Vorklasse für Pflegeberufe an. Zwei Drittel der Schülerinnen und Schüler der BAP haben einen Migrationshintergrund. Es ist laut Barbara Brauckmann wichtig, hier das volle Potential für die Pflegebranche auszuschöpfen. Viele Schülerinnen und Schüler der BAP seien ungelernte Beschäftigte in der Pflege, die sich zu Pflegefachhelfern und Pflegefachkräften qualifizieren ließen. Diese Qualifizierung werde grundsätzlich von der Arbeitsagentur Passau gefördert. Barbara Brauckmann appellierte an MdL Lindinger, sich auch auf Landtagsebene dafür einzusetzen, dass hier die Fördertöpfe weiterhin bedarfsgerecht gefüllt werden.
Zur Klärung der förderrechtlichen Rahmenbedingungen führte MdL Lindinger ein Gespräch mit der Vorsitzenden der Geschäftsführung der Arbeitsagentur Passau, Eva-Maria Kelch.
„Wir fördern nicht nur die Qualifizierung von Arbeitslosen, sondern auch von Beschäftigten wie ungelernten Pflegekräften, um ihre Beschäftigungsfähigkeit zu sichern und volkswirtschaftliche Potenziale zu heben. Angesichts gestiegener Förderzahlen mussten die Zuschüsse je Fall teilweise angepasst werden. Unser hoher Bedarf an Qualifizierungsmaßnahmen wird für das Geschäftsjahr 2026 schon jetzt hinterlegt, um ein entsprechendes Budget zu sichern“, erklärt Kelch.
Christian Lindinger sieht darin einen wichtigen Beitrag für die nachhaltige Bereitstellung einer bedarfsgerechten Pflegestruktur in Stadt und Landkreis Passau. „Der staatlichen Förderung der Qualifizierung im Pflegebereich über die Arbeitsagenturen ist eine hohe Priorität beizumessen“, so der Abgeordnete. Die demographische Entwicklung hin zu einer alternden Bevölkerung sei absehbar und daher müsse der Staat seinen Beitrag leisten, um die Pflegeversorgung sicherzustellen.
Bildunterschrift Bild 1 (v.l.): Joachim Berger (Schulleiter Pflegeschule der BAP Passau), Barbara Brauckmann (Geschäftsführung BAP Passau), Claudia Hartinger (Hausleitung Malteserstift St. Nikola) und MdL Christian Lindinger im Gespräch in der Berufsakademie für Aus- und Weiterbildung Passau (BAP).
Bildunterschrift Bild 2 (v.l.): Die Vorsitzende der Geschäftsführung der Arbeitsagentur Passau, Eva-Maria Kelch und MdL Christian Lindinger haben über die Rolle der Qualifizierung zu Pflegefachkräften beraten.

